Wie alles Anfing

(Foto: ÖHS-Neunkirchen-Seelscheid)

Im Januar 2012 flogen fünf Mitglieder der Ökumenischen Hilfe Seelscheid und des Vereins "Wärme für Kinder" nach Cluj Napoca in Rumänien.

Das Ziel der Reise war das Waisenhaus für geistig behinderte Kinder und junge Erwachsene in Calinesti, in Nordrumänien umittelbar an der Grenze zur Ukraine. Dort, so der Hilferuf von der Heimverwaltung, funktioniere die Holzvergaser-Zentralheizungsanlage nicht und die Kinder seien in Gefahr. Außerdem hielten wir es für sinnvoll wegen der häufigen Stromausfälle, einen Kachelofen für den Aufenthaltsraum zu planen, der auch ohne Strom brennen würde.

(Foto: ÖHS-Neunkirchen-Seelscheid)

Schon im Vorfeld hatten wir eine Mappe mit Planungsunterlagen des neuen Heizsystems in dem Heim erhalten und waren überrascht über die perfekte planerische Auslegung und Berechnung des Heizungssystems. Das Funktionsschema sah gekonnt aus. Was sollte da nicht funktionieren? Wir waren ratlos.

(Foto: ÖHS-Neunkirchen-Seelscheid)

Was wir dann tatsächlich vorfanden war etwas ganz anderes: einen vergammelten Holzvergaserkessel, ein nicht funktionierendes Installationsgewirr und einen Haufen verschneiter Holzklötze vor dem Haus

(Foto: ÖHS-Neunkirchen-Seelscheid)

Anstelle von einer heimeligen Athmosphäre fanden wir verschimmelte Wände in den Schlafräumen und den Badezimmern vor.

(Foto: ÖHS-Neunkirchen-Seelscheid)

Die Sanitären Anlagen luden nicht zum sich Waschen ein, sondern bestanden einfach nur aus ekeligen Toiletten und Duschen.

Albert ist nicht nur die gute Seele von drei Heimen, sondern auch ein begnadeter Handwerker.

(Foto: ÖHS-Neunkirchen-Seelscheid)

Aber es gab auch einen Lichtblick: Albert. Albert – er und seine Frau sind selbst ehemalige Heimkinder – hat nicht nur ein großes Herz, sondern er ist auch Mädchen für alles in den drei Heimen der näheren Umgebung und ein begnadeter Handwerker. Er schaffte es in diesem Winter 2012 die Holzheizungsanlage mit einigen Tricks so am Laufen zu halten, dass niemand zu Schaden kam und wir unseren Arbeitseinsatz im Mai 2012 in Ruhe planen konnten.

Albert wurde zu unserem Vertrauensmann vor Ort.